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Deutschland und Thailand: Bilaterale Beziehungen

17.03.2022 - Artikel

Nach Abschluss eines Handelsvertrags der Hansestädte Hamburg, Lübeck und Bremen mit dem Königreich Siam 1858 folgte 1862 die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den Staaten des deutschen Zollvereins und dem Königreich Siam mit der Unterzeichnung des Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrags.

Heutzutage ist Thailand für Deutschland einer der wichtigsten Partner in Südostasien.  Im Zusammenschluss ASEAN (Association of South East Asian Nations) nimmt Thailand eine Schlüsselstellung ein. Auch in multilateralen Institutionen wie den Vereinten Nationen arbeiten beide Länder eng zusammen. Fünf der deutschen politischen Stiftungen sind in Thailand präsent.

Deutschland ist für Thailand wichtigster Handelspartner in der Europäischen Union, Deutschland belegte im Jahr 2021 in der thailändischen Exportstatistik Rang 15, in der Importstatistik Rang 13. Deutsche Unternehmen haben 2021 Waren im Wert von 4,9 Milliarden Euro nach Thailand exportiert. Aus Thailand wurden Waren im Wert von 6,9 Milliarden Euro importiert. Das bilaterale Handelsvolumen legte 2021 kräftig zu und übertraf das Niveau des  Vor-Covid-Jahres 2019 um 7%.  Über 600 deutsche Unternehmen sind in Thailand aktiv, auch die bislang (bis zur Pandemie) jährlich knapp 900.000 deutschen Touristinnen und Touristen trugen zu den Beziehungen viel bei.

Das 1984 abgeschlossene Kulturabkommen wird insbesondere durch das Goethe-Institut Thailand mit Leben gefüllt. Das vielfältige Kultur- und Sprachkursangebot machen das Goethe-Institut zu einer gefragten Adresse. 236 Kooperationen zwischen deutschen und thailändischen Hochschulen schaffen einen intensiven akademischen Austausch. Der DAAD trägt mit insgesamt vier Lektoren, Stipendien und Studienberatung dazu bei. Das „German-Southeast Asian Center of Excellence for Public Policy and Good Governance“ (CPG) wird durch den DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.

Zwei deutschsprachige Schulen in Bangkok und Chiang Mai sind als exzellente Deutsche Auslandschulen anerkannt und werden von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) im Auftrag des Auswärtigen Amts gefördert.

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